How to make your own work open access (German translation)

From Harvard Open Access Project
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  • Ich habe diese Hinweise ursprünglich als digitale Handreichung für einen Vortrag beim Berkman Klein Center am 23. Oktober 2012 verfasst. Seitdem habe ich regelmäßig Updates und Überarbeitungen ergänzt. —Peter Suber.
    • Diese Hinweise fokussieren Open Access für qualitätsgesicherte (peer-reviewed) wissenschaftliche Zeitschriftenartikel und deren nicht begutachtete Preprints. Sie beziehen sich nicht auf Bücher, Abschlussarbeiten, Forschungsdaten, Lehrmaterialien, Audio-, Video-, Multimediadateien oder Quellcode von Software. Vielleicht ergänze ich später Seiten zu anderen Kategorien. Das ursprüngliche Publikum für den Vortrag waren Harvard-Angehörige, weswegen es gelegentlich Harvard-Bezüge im Text gibt. Aber die zitierten Quellen werden für Wissenschaftler/innen überall auf der Welt nützlich sein. Der komplette Titel des Vortrags lautete How to Make Your Research Open Access (Whether You're at Harvard or Not).
    • Jetzt wo die Hinweise online sind, freue ich mich über Verbesserungsvorschläge.
    • Diese Handreichung dürfte nützlicher sein als die Präsentationsfolien des Vortrags. Sie wird aktualisiert, enthält Links, und vollständige Sätze. Aber falls es Sie interessiert, hier sind die Folien.
    • Siehe auch Kapitel 10 ("Self-help") meines Buches Open Access (MIT Press, 2012), und die Aktualisierungen zu Kapitel 10. Das Buch ist selber im Open Access erschienen.

In einer Open-Access-Zeitschrift publizieren ("Gold Open Access")

  • Finden Sie eine geeignete Open-Access-Zeitschrift. Durchsuchen Sie hierfür das Directory of Open Access Journals (DOAJ) nach Ihrem Forschungsgebiet.
    • Während der Suche beachten Sie bitte, dass einige Open-Access-Zeitschriften über eine hohe Qualität, Impact und Renommee verfügen – andere Zeitschriften allerdings nicht. In dieser Hinsicht unterschieden sich Open-Access-Zeitschriften nicht von konventionellen, nicht-Open-Access-Zeitschriften.
    • Eine Zeitschriften verwenden liberale offene Lizenzen, wie CC BY. Andere verwenden stärker eingeschränkte offene Lizenzen, wie CC BY-NC oder CC BY-NC-ND. Einige bieten lediglich kostenlosen Zugang, ohne offene Lizenzen an. Diese Zeitschriften sind zwar kostenfrei für Leser/innen, werden aber unter Vorbehalt aller Nutzungsrechte veröffentlicht.
    • Eine Zeitschriften verlangen Publikationsgebühren (auch "Article Processsing Charges" oder "APCs" genannt), einige nicht.
  • Falls die beste Zeitschrift für Ihre Bedürfnisse eine Publikationsgebühr verlangt, informieren Sie sich, ob Ihre Fördereinrichtung oder Arbeitgeber diese bezahlt. (In den meisten Fällen werden diese Gebühren durch Fördereinrichtungen oder Arbeitgeber bezahlt, nicht aus der eigenen Tasche von Autor/innen.)
    • Es gibt keine vollständige Übersicht aller Fördereinrichtungen, die Publikationsgebühren übernehmen. Aber Sie können die unvollständige Liste von BioMed Central, oder die unfangreichere unvollständige Liste von Nature Research prüfen. Falls der Artikel, den Sie publizieren möchten, auf drittmittelgeförderter Forschung basiert, fragen Sie direkt bei der Förderorganisation nach.
    • Viele Universitäten übernehmen die Publikationsgebühren für Ihre Wissenschaftler/innen.
    • Als Harvard-Angehörige/r können Sie sich beim Harvard Open-Access Publishing Equity-Fonds (HOPE) bewerben. Das Projekt Compact for Open-Access Publishing Equity (COPE) möchte Fonds nach dem Modell von HOPE auch an anderen Institutionen verbreiten.
    • Falls Sie sich Sorgen machen, dass Sie die Publikationsgebühren aus Ihrer eigenen Tasche bezahlen müssen, können Sie sich mit den folgenden Hintergrundinformationen einen besseren Überblick über die Aussichten verschaffen. Obwohl die Berechnung von Publikationsgebühren das bekannteste Geschäftsmodell zur Finanzierung von qualitätsgesicherten Open-Access-Zeitschriften ist, ist es nicht das häufigste. Nur ungefähr 30% aller qualitätsgesicherten Open-Access-Zeitschriften verlangen Publikationsgebühren. Wenn Open-Access-Zeitschriften Gebühren verlangen, werden diese in der Regel durch Fördereinrichtungen (59%) oder Universitäten (24%) bezahlt. Nur in 12% der Fälle werden sie von den Autor/innen aus eigener Tasche bezahlt. Vgl. Tabelle 4 der umfassenden Study of Open Access Publishing (SOAP). Dies bedeutet, dass nur 3,6% aller Autor/innen, die in Open-Access-Zeitschriften publizieren (nämlich 12% von 31%) die Gebühren aus eigener Tasche bezahlen. Allerdings werden ungefähr 50% aller Artikel, die in qualitätsgesicherten Open-Access-Zeitschriften erscheinen, in gebührenbasierten Zeitschriften publiziert. Wenn wir also auf Artikel- und nicht auf Zeitschriften-Basis zählen, bezahlen lediglich 6% aller Autor/innen (nämlich 12% von 50%) die Gebühren aus eigener Tasche. Diese Zahlen sind Mittelwerte, und die genaue Quote hängt stark vom Forschungsgebiet und der Art des Arbeitgebers ab; vgl. Abbildung 8 der SOAP-Studie.
    • Wenn Sie die Gebühren einer Zeitschrift mit denen einer anderen vergleichen möchten und wenn Sie den Zusammenhang zum Einfluss oder Impact der Zeitschrift nachvollziehen möchten, nutzen Sie FlourishOA.
    • Wenn Sie wissen möchten, ob eine bestimmte Zeitschrift Publikationsgebühren verlangt, gibt Ihnen das Directory of Open Access Journals (DOAJ) Auskunft. Falls die Zeitschrift nicht im DOAJ gelistet ist, überdenken Sie Ihre Zeitschriften-Wahl. Weitere Informationen zur Qualitätseinschätzung unbekannter Zeitschriften bietet der folgende Abschnitt.
  • Wenn Sie eine eigentlich viel versprechende Open-Access-Zeitschrift aus Ihren Fachgebiert finden, von der Sie allerdings noch nie gehört haben, überprüfen Sie sie. Arbeiten Sie hierfür mit vertrauenswürdigen Kolleg/innen zusammen.
    • Recherchieren Sie die Namen der Herausgeber/innen und des wissenschaftlichen Beirats. Kennen und schätzen Sie diese Personen?
    • Vor allem: Lesen Sie einen guten Querschnitt der veröffentlichten Beiträge. Entsprechen sie Ihren eigenen Standards? Wären Sie stolz oder beschämt, mit ihnen in Verbindung gebracht zu werden?
    • Ist die Zeitschrift im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelistet? In diesem Fall können Sie der Zeitschrift vertrauen oder Ihre Überprüfung vertiefen. Lesen Sie hier, hier, oder hier mehr über die Bemühungen des DOAJ, nicht vertrauenswürdige Zeitschriften auszusortieren.
    • Verfolgen Sie außerdem Cabell's, JournalGuide, JournalReviewer, Journalysis, Peer Review Evaluation (PRE), Quality Open Access Market (QOAM), SciRev und Think-Check-Submit, die sich dem gleichen Problem widmen.
    • Gehen Sie nicht davon aus, dass unbekannte Zeitschriften qualitativ schwach sind. Ein niedriger Bekanntheitsgerad bedeutet nicht niedrigere Qualität, vor alle für neue Zeitschriften – und die durchschnittliche Open-Access-Zeitschrift ist wesentlich jünger als die durchschnittliche konventionelle Zeitschrift. Neue Zeitschriften, Open Access wie Nicht-Opem-Access, befinden sich in einem Teufelskreis: Sie benötigen herausragende Einreichungen, um herausragende Reputation zu erzielen – und sie benötigen eine exzellente Reputation, um exzellente Einreichungen anzuziehen. Legen Sie es der Zeitschrift nicht zur Last, wenn sie diesem Kreislauf noch nicht ganz entkommen kann. Schauen Sie nur auf ihre Qualität, soweit Sie diese einschätzen können. Auch Zeitschriften, die mit der ersten Ausgabe bereits exzellent sind, brauchen Zeit, um eine Reputation zu entwickeln, die ihrer Qualität gerecht wird. Wenn eine ehrliche, neue und unbekannte Zeitschrift um Sichtbarkeit kämpft, können Sie ihr helfen, dem Kreislauf zu entkommen, indem Sie eine Ihrer besten Arbeiten einreichen. In den Worten von Harvards Bibliotheksbeirat (April 2012): "Verschieben Sie das Prestige in Richtung Open Access."
    • Ist der Verlag ein Mitglied der Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA)? OASPA hat gute Richtlinien und verlangt von seinen Mitgliedern u.a. Peer Review, transparente Darlegung der Auswahlkriterien, der Gebühren und der Besitzverhältnisse, und untersagt Massenanschreiben (Spam), um Beiträge oder Beiratsmitglieder einzuwerben. Siehe auch die DOAJ Principles of Transparency. Einige respektable Open-Access-Verlage mit hoher Qualität gehören noch nicht zu OASPA, und einige respektable Open-Access-Zeitschriften mit hoher Qualität sind noch nicht im DOAJ gelistet. Aber wir sollten Sie zur Bewerbung ermuntern. Wenn Ihre Recherchen zu einer bestimmten Zeitschrift keine eindeutigen Resultate ergeben, halten Sie sich an die Regel, Verlage zu vermeiden, die keine OASPA-Mitglieder sind, und Zeitschriften zu vermeiden, die nicht im DOAJ gelistet sind. Zögern Sie nicht, ihnen das auch mitzuteilen. Das wird ihnen den Anreiz geben, sich um eine Mitgliedschaft zu bemühen und ihren professionellen Ansprüchen gerecht zu werden.
    • Wenn eine unbekannte Open-Access-Zeitschrift um Ihre Publikationen wirbt oder Sie in seinen Beirat einladen möchte, könnten Sie antworten, dass Sie dies in Erwägung ziehen, sobald der Verlag OASPA beitritt oder die Zeitschrift im DOAJ gelistet ist.
  • Wenn Sie eine geeignete Open-Access-Zeitschrift gefunden haben, reichen Sie Ihr Manuskript ein, wie Sie es auch bei einer herkömmlichen Zeitschrift tun würden.
  • Wenn Sie keine geeignete Open-Access-Zeitschrift finden, prüfen Sie die Lage erneut, bevor Sie Ihre nächste Veröffentlichung planen. Die Dinge ändern sich rasch.
    • Aber gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Artikel nicht Open Access erscheinen kann. Wenn Sie Ihren Artikel nicht auf dem Goldenen Weg veröffentlichen können (also durch eine Open-Access-Zeitschrift), können Sie ihn in einer Nicht-Open-Access-Zeitschrift publizieren und über den Grünen Weg Open Access publizieren (über ein Open-Access-Repositorium). Für weitere Informationen vgl. den Abschnitt zu Green Open Access weiter unten.

In einem Open-Access-Repositorium veröffentlichen ("Green Open Access")

  • Wenn es in Ihrer Institution oder Feld kein Open-Access-Repositorium gibt, dann denken Sie an ein universelles Repositorium wie Zenodo,OpenDepot oder GitHub.
    • Sie können Ihre Arbeit auch auf Ihrer persönlichen Website oder Homepage veröffentlichen. Repositorien sind jedoch bessere langfristige Lösungen, weil sie Schritte in Richtung digitaler Langzeitarchivierung unternehmen und persistente URLs bereitstellen. Darüber hinaus sind sie besser von Suchmaschinen indiziert und werden Ihre Arbeit im Sinne von Open Access verfügbar halten, auch wenn Sie den Arbeitsplatz wechseln oder sterben.
    • Nichtkommerzielle Open-Access-Repositorien sind auch eine bessere Wahl als kommerzielle Websites wie Academia. edu und ResearchGate. Siehe dazu die guten Argumentationen der University of California und von Kathleen Fitzpatrick.
  • Beginnen Sie mit Ihren aktuellen Arbeiten und veröffentlichen Sie sie sofort bei Fertigstellung. Wenn Sie Zeit finden, legen Sie Ihre älteren Arbeiten nachträglich ab.
    • Wenn Sie neue Artikel einreichen, tun Sie dies direkt bei der Annahme durch die Zeitschrift. Dann halten Sie das begutachtete Manuskript in der Hand (bevor Sie es aus den Augen verlieren) und denken Sie noch darüber nach, den Zugriff auf ihren neuen Artikel zu erleichtern (bevor Sie sich mit Ihrem nächsten Projekt beschäftigen).
  • Meistens können Sie Ihren Artikel rechtmäßig mit Hilfe eines Repositoriums Open Access machen, auch wenn Sie ihn in einer Nicht-Open-Access-Zeitschrift veröffentlicht haben. Dafür gibt es zwei Gründe.
    1. Erstens: Die meisten Nicht-Open-Access-Verlage erteilen eine allgemeine Genehmigung für Green Open Access.
    2. Zweitens können Forschungseinrichtungen Richtlinien verabschieden, um sicherzustellen, dass die Genehmigung für Green Open Access auch dann erteilt wird, wenn die Verlage noch keine allgemeine Genehmigung erteilen.
    • Leider gehören die zwei oben genannten Tatsachen zu den bestgehüteten Geheimnissen von Open Access und müssen gegen einige der am weitesten verbreiteten Missverständnisse über Open Access konkurrieren, z. B. dass alles Open Access Gold Open Access ist, dass die Veröffentlichung in einer Nicht-Open-Access-Zeitschrift die Möglichkeit von Open Access ausschließt, dass die entsprechenden Rechte immer Verlagen gehören, und dass Nicht-Open-Access-Verlage nichts tun, um sich an eine Open-Access-Welt anzupassen oder Autor/innen, die Open Access wollen, Angebote zu machen.
    • Wichtige Schlussfolgerung, insbesondere für Nachwuchswissenschaftler/innen: Einige Open-Access-Zeitschriften gehören zu den führenden Zeitschriften in ihrem Fachgebiet, egal, ob wir diesen Status anhand von Zitationen, Altmetrics, Downloadzahlen oder Reputation messen. Dieser Anteil an Open-Access-Zeitschriften wächst mit der Zeit. Einige Einstellungs- und Beförderungskomitees erkennen jedoch noch keine Open-Access-Zeitschriften unter den führenden Zeitschriften in ihrem Fachgebiet an. Wenn das Ihre Situation ist (abhängig von Ihrem Fachgebiet und Ihrem Komitee), und wenn Sie den Segen einer "Top-Zeitschrift" für Ihre Karriere brauchen, dann gehen Sie nicht davon aus, dass es einen Widerspruch zwischen Open Access und Ihrer Karriere gibt. Schlimmstenfalls gibt es nur einen Widerspruch zwischen Gold Open Access und Ihrer Karriere. Vergessen Sie nicht die Green-Open-Access-Option, und nutzen Sie sie. Veröffentlichen Sie in der besten Zeitschrift, die Ihre Arbeit annehmen wird. (Machen Sie erfolgreich Karriere, damit Sie innerhalb des Systems für Open Access kämpfen können.) Wenn diese Zeitschrift nicht Open Access ist, dann veröffentlichen Sie den gleichen Artikel gleichzeitig in einem Open-Access-Repositorium.

Rechte

  • Egal, welchen Pfad Sie wählen ("Gold" oder "Green" Open Access), die Zeitschrift oder das Repositorium benötigt die Erlaubnis, um Ihre Arbeit Open Access zu machen. Aber die Erlaubnis von wem? Die Antwort hängt davon ab, was mit den Rechten in Ihrem Artikel passiert ist, nachdem Sie ihn geschrieben haben.
  • Wenn Sie einen neuen Artikel schreiben, besitzen Sie das Urheberrecht. Sie müssen kein Urheberrecht beantragen oder das Werk registrieren. Es ist automatisch. Wenn Sie noch keine Rechte an andere übertragen haben, dann kommt die Erlaubnis für Open Access von Ihnen.
    • Sie können die Veröffentlichung in einer Open-Access-Zeitschrift freigeben (Gold Open Access).
    • Sie können Open Access durch ein Repositorium ermöglichen (Green Open Access), indem Sie ein unveröffentlichtes Manuskript oder Preprint autorisieren. Einfach veröffentlichen. Wenn es eine Abfrage gibt, ob Sie das Recht haben, die Publikation Open Access zu veröffentlichen, bestätigen Sie. Wenn Sie jedoch einen bereits veröffentlichten Artikel dort veröffentlichen möchten, dann haben Sie wahrscheinlich alle oder einige Rechte an einen Verlag übertragen. Für diesen Fall siehe den nächsten Abschnitt.
  • Wenn Sie einen bereits veröffentlichten Artikel in einem Repositorium veröffentlichen möchten, benötigt das Repositorium die Erlaubnis der jeweiligen Rechteinhaberin.
    • Wenn Sie bei der Veröffentlichung wichtige Rechte zurückgehalten haben, was selten vorkommt, können Sie selbstständig Open Access durch ein Repositorium ermöglichen. Sie brauchen den Verlag nicht zu konsultieren oder einzubeziehen.
    • Wenn Sie dem Verlag entscheidende Rechte übertragen haben, was üblich ist, benötigen Sie die Genehmigung des Verlages.
    • Allerdings erteilen die meisten konventionellen oder Nicht-Open-Access-Verlage eine allgemeine Genehmigung für autoreninitiiertes Green Open Access.
      • Um zu sehen, ob Ihre Zeitschrift oder Ihr Verlag eine solche allgemeine Genehmigung erteilt, lesen Sie bitte Ihren Verlagsvertrag. Oder schauen Sie in der SHERPA/RoMEO-Datenbank nach.
      • In den meisten Fällen bezieht sich diese Art der allgemeinen Freigabe für Green Open Access auf die begutachtete Fassung des Textes (manchmal auch als anerkanntes Autorenmanuskript oder AAM bezeichnet), nicht auf die veröffentlichte Ausgabe. Um diese Berechtigung zu nutzen, müssen Sie diese Version des Textes in die Hände bekommen. Tipp für die Zukunft: Wenn Sie einen Artikel veröffentlichen, bewahren Sie immer das akzeptierte Autorenmanuskript auf und übermitteln Sie es direkt bei der Annahme durch die Zeitschrift in einem Open-Access-Repositorium.
      • SHERPA pflegt auch eine kürzere Liste von Verlagen, die Autor/innen die Erlaubnis geben, die veröffentlichte Version von Artikeln in einem Open-Access-Repositorium zu veröffentlichen.
    • Wenn Ihre Zeitschrift oder Verlag keine allgemeine Genehmigung für Green Open Access gibt, dann probieren Sie eine dieser Strategien aus.
      • Bitten Sie um Erlaubnis. Viele Verlage, die keine allgemeine Genehmigung erteilen, werden Einzelanfragen von Fall zu Fall zustimmen.
      • Verwenden Sie einen Autorenzusatz. Ein Autorenzusatz ist eine vorgeschlagene Änderung des Verlagsvertrages, von einer Juristin/einem Juristen verfasst, die den Autor/innen das Recht gibt, Open Access zu veröffentlichen (und manchmal auch andere Rechte). Da es sich nur um einen Änderungsvorschlag handelt, können die Verlage ihn annehmen oder ablehnen.
  • Für eine dauerhafte Erlaubnis, Ihre zukünftigen Artikel Open Access zu machen, ohne von einer Genehmigung der Verlage abhängig zu sein, arbeiten Sie auf eine Open-Access-Policy im Harvard-Stil in Ihrer Institution hin.
    • Das Harvard Open Access Project (HOAP) kann Ihnen bei dem Verfassen einer Policy an Ihrer Institution helfen. Siehe auch den HOAP-Leitfaden zu guten Praktiken für universitäre Open-Access-Politiken. (Hinweis: Ich schreibe und bearbeite den Guide mit Stuart Shieber.)
    • Durch Open-Access-Policys im Harvard-Stil geben die Forscher/innen der Institution nicht-exklusive Rechte für ihre zukünftigen wissenschaftlichen Artikel, einschließlich des Rechts, diese mittels des institutionellen Repositoriums Open Access zu stellen. Dies stellt sicher, dass die Wissenschaftler/innen ihre Artikel legal Open Access machen können...
      • auch wenn sie in einer Nicht-Open-Access-Zeitschrift publizieren,
      • auch wenn die Nicht-Open-Access-Zeitschrift keine allgemeine Genehmigung für Green Open Access erteilt und
      • auch wenn die Forscher/innen der Einrichtung keine besonderen Bedingungen oder Berechtigungen mit ihren Verlagen ausgehandelt haben.

Übersetzungen dieses Handouts

Dieses Handout ist auch auf Englisch, Griechisch (September 2013), Indonesisch (Oktober 2017), und Spanisch (Januar 2014) verfügbar. Ich freue mich über weitere Übersetzungen.

Diese Handreichungen wurden aus dem Englischen übersetzt von Christina Riesenweber und Marco Tullney im Oktober 2017.